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Es wandert eine schöne Sage Wie Veilchenduft auf Erden um, Wie
sehnend eine Liebesklage Geht sie bei Tag und Nacht herum.
Das ist das Lied vom Völkerfrieden Und von der Menschheit letztem
Glück, Von goldner Zeit, die einst hienieden, Der Traum als Wahrheit,
kehrt zurück.
Wo einig alle Völker beten Zum Einen König, Gott und Hirt: Von jenem
Tag, wo den Propheten Ihr leuchtend Recht gesprochen wird.
Dann wird's nur Eine Schmach noch geben, Nur eine Sünde in der
Welt: Des Eigen-Neides Widerstreben, Der es für Traum und Wahnsinn
hält.
Wer jene Hoffnung gab verloren Und böslich sie veloren gab, Der wäre
besser ungeboren: Denn lebend wohnt er schon im Grab.
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