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I Arm in Arm und Kron' an Krone steht der Eichenwald verschlungen, Heut
hat er bei guter Laune mir sein altes Lied gesungen.
Fern am Rande fing ein junges Bäumchen an sich sacht zu wiegen, Und dann
ging es immer weiter an ein Sausen, an ein Biegen;
Kam es her in mächt'gem Zuge, schwoll es an zu breiten Wogen, Hoch sich
durch die Wipfel wälzend kam die Sturmesflut gezogen.
Und nun sang und pfiff es graulich in den Kronen, in den Lüften, Und
dazwischen knarrt' und dröhnt' es unten in den Wurzelgrüften.
Manchmal schwang die höchste Eiche gellend ihren Schaft
alleine, Donnernder erscholl nur immer drauf der Chor vom ganzen Haine!
Einer wilden Meeresbrandung hat das schöne Spiel geglichen; Alles Laub
war weißlich schimmernd nach Nordosten hingestrichen.
Also streicht die alte Geige Pan der Alte laut und leise, Unterrichtend
seine Wälder in der alten Weltenweise.
In den sieben Tönen schweift er unerschöpflich auf und nieder, In den
sieben alten Tönen, die umfassen alle Lieder.
Und es lauschen still die jungen Dichter und die jungen Finken, Kauernd
in den dunklen Büschen sie die Melodien trinken. II
Aber auch den Föhrenwald Laß' ich mir nicht schelten, Wenn mein
Jauchzen widerhallt In dem sonnerhellten!
Heiter ist's und aufgeräumt Und das Weh'n der Föhren, Wenn die Luft
in ihnen träumt, Angenehm zu hören!
Schlanken Riesenkindern gleich Steh'n sie da im Bunde, Jedes erbt ein
kleines Reich Auf dem grünen Grunde.
Aber oben eng verwebt, Eine Bürgerkrone Die Genossenschaft
erhebt Stolz zum Sonnentrone.
Schmach und Gram umfängt sie nie, Nimmer Lebensreue; Schnell und
mutig wachsen sie In des Himmels Bläue.
Wenn ein Stamm im Sturme bricht, Halten ihn die Brüder; Und er sinkt
zur Erde nicht, Schwebend hängt er nieder.
Lieg' ich so im Farrenkraut, Schwindet jede Grille, Und es wird das
Herz mir laut In der Föhrenstille.
Weihrauchwolken ein und aus Durch die Räume wallen – Bin ich in ein
Gotteshaus Etwan eingefallen?
Doch der Unsichtbare läßt Lächelnd es geschehen, Wenn mein wildes
Kirchenfest Hier ich will begehen!
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